Seefahrt tut Not @ SCHAU FENSTER

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Seefahrt tut Not

Gruppenausstellung kuratiert von: Catherine Lorent

Freitag 25. September 2015, 19 Uhr

Olivia Berckemeyer | Caroline Bittermann | Conni Brintzinger | Peter Bräuninger | Gerrit Confurius | Mathias Deutsch | Burkhard Driest | Christoph Eckelt | Franziska Fürst | Mariola Groener | Hannes Gruber | Franziska Hufnagel | Stefan Kaminski | Heike Kelter | Karen Koltermann | Timo Klöppel | Gabriele Langendorf | Bo Christian Larsson | Minor Alexander | Klaus J. A. Mellenthin | Ekaterina Mitichkina | Julia Oschatz | Swen Pietsch | Katrin Plavcak | Römer + Römer | Veronika Schumacher | Eva Schwab | Bettina Sellmann | Pola Sieverding | Marc Soisson | Caro Suerkemper | Alex Tennigkeit | Wawrzyniec Tokarski | Urlich Urban | Claudia Zweifel

Musikalische Unterhaltung:
Sounds from Sea–Selection by Vicious V + Lorenza Cc.

NAVIGARE NECESSE EST –
Vivere non est necesse – Sed sine vita non navigamus

„Gut, dann wollen wir jetzt los“ meint Kommandant Brandt der Drei-Mast-Bark ‚Gorch Fock’ vor wenigen Tagen beim Ablegen in Kiel mit einer jungen 170-köpfigen Crew, die das Leben an Bord eines Segelschiffes lernen soll. Zur gleichen Zeit versuchen zahlreiche Menschen anderswo mit Hilfe von Schiffen Leben zu retten oder sich in Sicherheit zu bringen, während andere sich in Regatten miteinander messen, Seemeilen sammeln oder einfach ‚navigieren’ – ‚ein Schiff führen’.
„Navigare necesse est“ ist nur der erste Teil des gesamten Sinn-Spruches, der von Plutarch (um 45–125 n. Chr.) überliefert ist. „Navigare necesse est, vivere non est necesse“, Seefahrt tut Not, Leben tut nicht Not, soll der für die Getreideversorgung Roms zuständige römische Feldherr Gnaeus Pomeius Magnus (106–48 v. Chr.) den Seeleuten zugerufen haben, als diese wegen Sturm nicht auslaufen wollten. Durch die spätere Ergänzung „Sed sine vita non navigamus“ rückt das Leben selbst wieder in den Vordergrund: Denn wenn wir tot sind, können wir nicht navigieren.
Leinen Los zu einem ersten Törn mit einer 35-köpfigen internationalen Crew aus Frauen und Männern in einer Konstellation verschiedener Positionen der Kunst, Gestaltung, Photographie, Musik und Modedesign, die sich in ihrer Arbeit dem Motiv und der Symbolik rund um die Seefahrt, der Schiffe und ihrer Verankerung in Gesellschaft und Kultur widmen. Die Assoziationsmöglichkeiten sind zahlreich, wenn man allein schon bedenkt, wie direkt die Begriffe der Seefahrt ihren Einfluss auf unser alltägliches Tun genommen haben. Wenn das Schiff überladen wird, die Crew nicht zusammenarbeitet, droht es unterzugehen. Es ist angeheuert worden.
Das Schiff SCHAU FENSTER ist nun voll besetzt und die Aufgaben sind verteilt. Was es für eine Reise wird, stellt sich ab 25. September bis zum 11. Oktober 2015
heraus. Willkommen an Bord!

Lieber navigieren statt prokrastinieren!
Ahoi.

Catherine Lorent​

Finissage: Sonntag 11. Oktober 2015, 19 Uhr
Franziska Fürst:
The Silence of the Sirens-Garments <ex aqua <
Musikalische Unterhaltung: Shanty Doom (Surprise)

26.9. – 11.10 2015 | geöffnet Samstags 15 – 17 Uhr und nach Rücksprache – info@party-arty.de

SCHAU FENSTER
Raum für Kunst
Lobeckstr. 30-35
10969 Berlin

U8/M29 Moritzplatz

www.schau-fenster.info

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