Finissage: Ralf Witthaus et al. @ Kronenboden

Ralf-hoch

Ralf Witthaus | Eva Kess

Finissage am Sonntag 29. November, 15 Uhr

mit Improvisationen der Kontrabasspielerin und Sängerin Eva Kess

„Die Improvisation der Kontrabasspielerin und Sängerin Eva Kess am 29. November, 15 Uhr, erweitert das Experiment der  kinästhetischen Bildwahrnehmung von Ralf Witthaus und verspricht einen glanzvollen Abschluss.“

An Kalligrafie und skripturale Elemente erinnern die Tuschzeichen, die Ralf Witthaus instinktiv auf die Leinwand setzt. Auch Bewegung, Dynamik und Geste sind aus den gezeichneten Liniengebilden spürbar – sie sind dynamisierte Ideogramme aus dem zeichnerischen Bewegungsduktus heraus geprägt. Der Vergleich mit Henri Michaux liegt nah, der ebenfalls in seinen Tuschzeichnungen die innere Dynamik in einer Art „écriture automatique“, dem Automatismus der inneren Rhythmik folgend, zum Ausdruck brachte. Doch der Künstler Ralf Witthaus wagt einen weiteren Schritt: Bei aller künstlerischen Autonomie dieser Zeichnungen, ihrer sehr offenen Interpretierbarkeit, ihrer jeweils eigenen Aussage – sie haben auch die Eigenschaft als Impuls für Bewegungen und Tanz funktionieren zu können. Während sich bei der Vernissage Tänzer der Herausforderung der Zeichnungen stellten, wird nun bei der Finissage am 29. November erstmalig eine musikalische Begegnung stattfinden. Ralf Witthaus lädt alle Interessierte dazu herzlich ein: „Eva Kess wird die Lücke zwischen den Künsten erproben – Wir können die Aufmerksamkeit von dem einen künstlerischen Feld zu dem anderen gleiten lassen und erahnen, was dazwischen liegt.“ (kronenboden)

Ralf Witthaus studierte Kunst und Gestaltung in Bielefeld, Enschede, Berlin und Hamburg , außerdem Internationales Kunstmanagement am CIAM der Hochschulen in Köln und Düsseldorf. Bekannt wurde er durch seine großflächigen Rasenmäherzeichnungen. So ließ er beispielsweise auf dem Inneren Grüngürtel in Köln oder am Schloss Benrath, Museum für europäische Gartenkunst, auf den Rasenflächen Zeichnungen entstehen, die im künstlerischen Prozess zu Dialogräumen wurden.

Eva Kess widmete sich zunächst dem Ballett und Klavier, bevor sie den Kontrabass für sich entdeckte. Ihr Studium absolvierte sie an der Swiss Jazz School und an der Musikakademie Basel. Die umtriebige Musikerin, Komponistin und Sängerin tourt heute mit ihrer Band oder Solo um die halbe Welt, – u.a. Bern, Basel, Zürich, Genf, Berlin, Barcelona, Zagreb, Rio de Janeiro, New York… – und verzaubert ihr Publikum mit starken Motiven und kreativen Musiklinien zwischen klassischen Einflüssen, free Jazz und Bossa.

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