THE POOL SIDE OF TOWN @ Kreuzberg Pavillon

ThePoolSideOfTown

THE POOL SIDE OF TOWN

Samstag 5. Dezember 2015, 20 – 1  Uhr

Minor Alexander | Marion Andrieu | Sveta Antonova | Sascha Boldt | Birte Bosse | Caroline Corleone | Minette Dreier | Lukasz Furs | Constantin Hartenstein | Diane Hillebrand | Birgit Maaß | Mario Margani | Lea Odlozinski | Jurgen Ostarhild | Mari Poller | Marijana Radovic | Valeska Rein | Sonja Rentsch |Immanuel Rohringer | Ann Schomburg | Lisa Schorm | Tanja Selzer | Jonny Star | Craig Stewart | Vastiane Tamayo Gomez | Clemens Wilhelm |Meshakai Wolf | Umut Yasat | Youngjoo Yoo

In seinem Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ bezeichnete
Douglas Adams ein Handtuch als den ziemlich nützlichsten
Gegenstand, den man bei einer Reise durch den Weltraum
dabei haben kann. Tatsächlich gerät kaum ein anderer
Gegenstand des Alltags durch Abtrocknen täglich so sehr in
körperlichen Kontakt wie ein Handtuch. Durch die besondere
menschliche Nähe erscheint das Handtuch, als Ort der
Bakterien, persönlicher als andere Dinge. Die enge
Verbundenheit des eigenen Körpers zum Gegenstand drückt
sich beispielsweise in den verlassenen Liegen am
Swimmingpool aus, die die deutschen Urlauber morgens vor
dem Frühstück mit ihren Handtüchern belegt haben, um für den
Rest des Tags ihr Anrecht auf die besten Plätze zu behalten,
obwohl sie selbst nicht körperlich anwesend sind.

Ähnlich wie Handtücher hier über Besitzverhältnisse aufklären,
erscheinen vielfach auch künstlerische Arbeiten, mit denen in
Petersburger Hängung ein Run auf Ausstellungen erzeugt
werden soll, als Ausdruck von bestimmten Machtverhältnissen.
Die Frage, wer über welche Mittel dabei verfügt hat, um eine
große Kunstsammlung zusammenzustellen, wird mehr oder
weniger direkt zum eigentlichen Kern der Gesamtbildes erklärt.

Die Ausstellung des heutigen Abends unternimmt den Versuch,
die Beziehung aller teilnehmenden Akteure und ihren
Gegenständen durch einen bestimmten Eingriff in den
Ausstellungskontext neu zu ordnen. Die teilnehmenden
KünstlerInnen wurden dazu aufgerufen, als künstlerischen
Beitrag ein Handtuch ihrer Wahl mitzubringen

Ob es sich bei den einzelnen Arbeiten bereits, wie in einigen
Fällen, um fertige Arbeiten handelt, oder ob sich die Künstlerin
dazu entschlossen hat, ihren Beitrag durch einen Platzhalter
ihrer eigentlichen Arbeit zu ersetzen, blieb den Teilnehmern
selbst überlassen. Ein wichtiges Kriterium für die
Auswahl der in der Ausstellung gezeigten Arbeiten, blieb einzig
und allein, dass es sich bei den gezeigten Handtüchern um
echte Handtücher, d.h.waschechte Gegenstände, handelt.

Kreuzberg Pavillon
Naunynstrasse 53
10999 Berlin

www.kreuzbergpavillon.de

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