Susanne Kriemann @ Schering Stiftung​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

©SusanneKriemann
Foto: Susanne Kriemann, Pechblenden 1 (AMNH), 2015, Autoradiogramm, Test 1/1

Pechblende (Kapitel 1)

Eröffnung: Donnerstag, 17. März 2016, 19 – 21 Uhr

Die Schering Stiftung präsentiert die neue Arbeit Pechblende (Kapitel 1) von Susanne Kriemann, in der die in Berlin lebende Künstlerin – ausgehend vom Mineral Pechblende (Uraninit) – die Geschichte wissenschaftlicher und fotografischer Prozesse anhand der miteinander verwobenen Schauplätze Labor, Archiv, Museum und Bergwerk erzählt.

In den Jahren 1946–89 wurde die hoch radioaktiv strahlende Pechblende im Erzgebirge durch die Wismut AG/SDAG großflächig abgebaut. So wurde die DDR zum drittgrößten Uranproduzenten der Welt und trug wesentlich zur atomaren Aufrüstung der UdSSR bei. Nach dem Mauerfall begann die Renaturierung der Landschaft, die bis 2045 abgeschlossen sein soll. Die andauernde radioaktive Strahlung gerät dabei jedoch zusehends in Vergessenheit.

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich Kriemann mit der sowohl realen als auch politischen Unsichtbarkeit von Radioaktivität und recherchierte dazu am American Museum of Natural History (New York), in den National Archives (Washington DC), am Museum für Naturkunde (Berlin) und am Museum Uranbergbau (Bad Schlema).

In Pechblende (Kapitel 1) reflektiert Kriemann die künstlerischen Möglichkeiten, Unsichtbares sichtbar zu machen. Sie bedient sich dabei sowohl analoger fotografischer Methoden als auch der Autoradiografie – einer Technik, bei der fotosensitives Material durch radioaktive Objekte selbst belichtet wird. Die Künstlerin kombiniert ihre Autoradiogramme mit Archivmaterial sowie musealen Objekten, um die radioaktive Strahlung zu beleuchten, die es vermag, trotz des emittierten Lichtes unsichtbar zu bleiben. Als Bibliothek des radioaktiven Jenseits bildet die Ausstellung in der Schering Stiftung zugleich das Kapitel 1 der virtuellen Bibliothek http://www.pechblende.org, die eine stetig wachsende Sammlung an Text- und Bildmaterial öffentlich verfügbar macht.​

Buchpräsentation:
Das bei Spector Books erscheinende Künstlerbuch Pechblende. Bibliothek des radioaktiven Jenseits wird am Freitag, den 3. Juni 2016, 14 Uhr in der Schering Stiftung vorgestellt.
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Salon:
Gäste: Susanne Kriemann, Susan Schuppli, Dr. Ralf Thomas Schmitt, Christina Landbrecht, Friederike Schäfer et al.: 14. April 2016, 12 – 17 Uhr
Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung, Humboldt-Universität zu Berlin
Zentraler Laborraum, Sophienstr. 22 a, 2. Hinterhof, 2. Etage
Ein Projekt in Kooperation mit dem Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung der Humboldt-Universität zu Berlin.
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Gespräch mit der Künstlerin und Buchpräsentation:
Pechblende. Bibliothek des radioaktiven Jenseits
03. Juni 2016, 14 Uhr (Anmeldung unter anmeldung@scheringstiftung.de bis 30.Mai 2016

Schering Stiftung
Unter den Linden 32–34
10117 Berlin

18. 03. – 05. 06.2016 | Do. – Mo. 13 – 19 Uhr​​​​​​​​​​ ​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

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