Kollision. Im Labyrinth der unheimlichen Zufälle @ Kunstraum Kreuzberg Bethanien

Kollision

Kollision. Im Labyrinth der unheimlichen Zufälle

Astali/Peirce | Manon Bellet | Matti Isan Blind | DAS INSTITUT | Tatiana Echeverri Fernandez | Roland Flexner | Heike Gallmeier | April Gertler | Yunchul Kim | Birgit Krause | Alicja Kwade | Jan-Holger Mauss | Myriam Mechita | Jérôme Poret | Thomas Rentmeister | Roman Schramm | Michael Schultze | Ivan Seal | Heidi Sill | Henrik Strömberg | Claudia Wieser | Zoé T. Vizcaíno
kuratiert von Conny Becker und Marie-josé Ourtilane.

Eröffnung, Freitag 1. April 2016, 19 Uhr

Performance von Jérôme Poret und Pharoah Chromium

Performance Light-Space-Ideomotor in Vodou Rallizes profiles
Jérôme Porets Licht-Ton-Performances sind inspiriert von Brion Gysins Dreamachine und dem Licht-Raum-Modulator von László Moholy-Nagy. Der franzosische Künstler tritt zur Eröffnung von Kollision gemeinsam mit dem Deutsch-Palästinenser Ghazi Barakat aka Pharoah Chromium auf, der für seine goldene Maske und Experimentalkompositionen mit archaischen Anleihen bekannt ist.

Die Ausstellung Kollision. Im Labyrinth der unheimlichen Zufälle zeigt mit Arbeiten von 22 internationalen Künstler*innen die Wiederkehr einer surrealistischen Ästhetik auf. Sie geht auf die Beobachtung zurück, dass viele zeitgenössische Künstler*innen sich Techniken bedienen, die von den Surrealisten implementiert wurden; oder dass sie verwandte experimentelle Formen des künstlerischen Arbeitens erforschen. Zudem lässt sich eine visuelle Ähnlichkeit der präsentierten Arbeiten mit denen der Surrealisten erkennen, die eine vergleichbare Note des Unbehagens im Betrachter anschlägt. In einem Klima der Unsicherheit und Verwirrung unserer globalisierten Gesellschaft rückt der zerbrechliche Mensch wie damals wieder ins Zentrum der Debatten.

Unsere Realität ist bestimmt von einem permanenten Fluss von Informationen und Bildern in einem undifferenzierten Raum. Das Internet stellt eine Quelle für Material unterschiedlichster Herkunft dar, aus der Künstler*innen inzwischen ganz selbstverständlich schöpfen. Wir finden einen „Reload“ der Referenzen, die ständig neu kombiniert und verändert werden, um die Grenzen einer kreativen Neuinterpretation auszuweiten. Die eingeladenen Künstler*innen gehen auf eine sensible und konzentrierte Art mit der Materialfülle um, die weniger nach Außen als nach Innen weist. Ein Versehen, ein Zufallsfund, eine Juxtaposition finden sich in der Welt der Poesie wieder und bilden ein neues Ganzes. „Die Poesie“, so René Crevel, „schlägt eine Brücke von einem Sinn zum anderen, vom Objekt zum Bild, vom Bild zur Idee, von der Idee zur konkreten Tatsache.“

Ein Archiv surrealistischer Filme von Luis Buñuel, René Clair, Maya Deren, Germaine Dulac, Ernst Moerman, Man Ray, Hans Richter und Henri Storck wurde gemeinsam mit Lucile Bouvard zusammengestellt und begleitet die Ausstellung.

Kunstraum Kreuzberg Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin

02. 04. – 26. 06.2016 | täglich 11 – 20 Uhr (1. Mai geschlossen!)

http://www.kunstraumkreuzberg.de/ |

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