Klappe eins, Affe tot @ Kunstsaele Berlin

pawelbownik
© Pawel Bownik, from the series „Disassembly“, 2012 (detail)

Klappe eins, Affe tot… (Arbeiten aus der Sammlung Bergmeier)

Eröffnung: Freitag 16. Dezember 2016, 18 – 20 Uhr

Art & Language | Donald Bernshouse | Irma Blank | Michael Bette | Pawel Bownik |  Rolf-Gunter Dienst | Gotthard Graubner | Hiroshige | Hokusai | Franka Hörnschemeyer |  Channa Horwitz | Raimer Jochims | Ian Kiaer | Imi Knoebel | Philip Loersch | Vlado Martek | Nanne Meyer | Michael Müller | Carsten Nicolai | Tony Orrico | C.O. Paeffgen | Kasper Pincis | Karl Prantl | Felix Reidenbach | Gerhard Rühm | Fiene Scharp | Toyoharu | Günther Uecker | Hajra Waheed | Ruth Wolf-Rehfeldt

Die Ausstellung – nach längerer Zeit erneut ein Überblick über die Sammlung Bergmeier – bietet Anlass für eine Rekapitulation der nunmehr siebenjährigen Tätigkeit der KUNSTSAELE.

Dem Schwerpunkt der Sammlung entsprechend (die seit 2010 immer wieder in der Bülowstraße gezeigt wurde), fokussiert „Klappe eins, Affe tot…“ auf überwiegend minimale und konzeptuelle Werke von den 1960er Jahren bis heute: Von kanonischen Positionen (u.a. Art & Language und Günther Uecker) über jüngst wiederentdeckte (u.a. Donald Bernshouse und Ruth Wolf-Rehfeldt) bis zu etablierten jüngeren Künstlerinnen und Künstlern (u.a. Michael Müller und Carsten Nicolai). Der Titel der Ausstellung variiert den Ausspruch „Klappe zu, Affe tot…“ , der auf die früher gebräuchliche Praxis im Zirkus oder auf Jahrmärkten Bezug nimmt, zu Werbezwecken einen Affen in einer Holzkiste oder Bude zu zeigen. Starb der Affe, blieb die Klappe geschlossen. Die Vorstellung fiel aus.

„Es ist eine schöne und wirkungsvolle Vorführung, der Ritt, den wir den Ritt der Träume nennen. Wir zeigen ihn schon seit Jahren […] und wir haben noch immer keinen Grund, den Ritt von den Programmen abzusetzen, um so weniger, als er von der Konkurrenz nicht nachgeahmt werden kann, er ist, trotzdem das auf den ersten Blick nicht verständlich ist, unnachahmbar. Wir pflegen ihn an den Schluß der ersten Abteilung zu setzen, als Abschluß des Abends würde er sich nicht eignen, es ist nichts Blendendes, nichts Kostbares, nichts, wovon man auf dem Nachhauseweg spricht, zum Schluß muß etwas kommen, was auch dem gröbsten Kopf unvergeßlich bleibt, etwas, was den ganzen Abend vor dem Vergessenwerden rettet, etwas derartiges ist dieser Ritt nicht […].“ (Franz Kafka, unveröffentlichtes Fragment, 1922)

Kunstsaele Berlin
Bülowstr. 90
10783 Berlin

17.12.2016 – 04.02.2017 | Mi. – Sa. 11 – 18 Uhr

http://www.kunstsaele.de/

Advertisements

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.