Platonow-Lektüren @ Literaturhaus Berlin

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Platonow-Lektüren IV

Dienstag 17. Januar, 20 Uhr, Eintritt 5.- / erm. 3.- €

Platonow hat die Revolution beim Wort genommen – »Die Baugrube« als philosophischer Entwurf

Der bosnische Schriftsteller Dževad Karahasan, der Platonow als einen seiner Lehrer bezeichnet, wehrt sich gegen eine enge, antikommunistische Lesart der »Baugrube«. Platonow habe die Revolution wörtlich genommen wie Franz von Assisi das Christentum. Sie ergreift nicht nur die Menschen, sondern auch die Vögel, die Bäume, das Wetter. Den Maschinen schenkt sie eine Seele. Platonows Helden können nur in den komplexen Zusammenhängen der Geschichte, der Meteorologie, und der Naturprozesse funktionieren. Das scheint auch auf eine Figur in Karahasans jüngstem Roman »Trost des Nachthimmels« (2016) zuzutreffen, der mit der »Baugrube« sonst nicht viel zu tun hat. Oder vielleicht doch? Kann man Platonow tatsächlich einen »Heiligen der kommunistischen Revolution« nennen, wie Karahasan es tut? Über diese und andere Fragen spricht der Autor mit dem Literaturkritiker Lothar Müller.
Zusammen mit dem Suhrkamp Verlag und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde

Literaturhaus Berlin – Großer Saal
Fasanenstraße 23
10719 Berlin

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