Tetsuo Furudate | Tsutomu Otsuka @ ohrenhoch der Geräuschladen

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FUKUSHIMA 2011-2017 | Photo ©Tsutomu Otsuka

FUKUSHIMA 2011-2017

Sound- und Photo-Ausstellung
von Tetsuo Furudate (Sound/Komposition)
und Tsutomu Otsuka (Photos)

An den Sonntagen 8., 15., 22., 29. Januar 2017, 14 – 21 Uhr:

mit Sound-Beiträgen von Daniel Menche, Rudolf Eb.er, ILIOS, Hiroshi Hasegawa, Keiko Higuchi

KuratorInnen: Isabella Zamboni, Knut Remond, Katharina Moos

Tetsuo Furudate über den Sound FUKUSHIMA 2011-2017:
Katastrophen und Tragödien treten immer mit großem Lärm auf.
Ob sie durch die Natur oder den Menschen geschehen, sie brauchen laute Geräusche als ‚Hintergrundmusik‘. Darüber hinaus brauchen sie Weinen und Schreie aus menschlichem Mund als zusätzliches Geräusch.
Wir möchten diese Art von ‚Hintergrundmusik‘ zu den Photographien von Tsutomu Otsuka darstellen.
Er weiss, dass Stille kommen wird durch Gerinnung danach.

Vier Variationen basierend auf FUKUSHIMA 2011-2017 werden je an einem Sonntag im Januar 2017 präsentiert.

Tsutomu Otsuka über die Photos FUKUSHIMA 2011-2017:
Das Tohoku-Erdbeben und der Tsunami geschahen im Jahr 2011 am 11. März.
Danach begann ich meine Photo-Serie über FUKUSHIMA.
15’891 Tote durch diese Katastrophe wurden bestätigt.
Sonderbar, seltsamerweise begannen die Rettungskräfte, die nach Opfern suchten, auch damit, nach Photographien zu suchen, die durch die Flutkatastrophe begraben wurden.
Dies waren Erinnerungen von verlorenen Familien und Beweise für vermisste Leben.
Und diese Bilder waren durch chemische Reaktion im Schlamm metamorphosiert worden.
Speziell haben sie mich fasziniert, weil ich mich bereits seit 1992 für chemische Emulsionsveränderungen von Photoabzügen durch Schlamm interessiere.
Ich habe viel experimentiert, Bilder in ihrer Beschaffenheit im Schlamm und Morast zu verändern.
Deshalb kann ich diese Photos, die vor der Katastrophe gerettet wurden, nicht übersehen.
Diese Emulsionen blätterten ab und veränderten ihre Erscheinung.
Auch wenn sie von ihren Familien verloren wurden, konnte ich starke Erinnerung empfangen, die hielt.

Über mein Landschaftsbild in FUKUSHIMA 2011-2017:
Die nuklearen Unfälle von Fukushima  haben gravierende Kontamination und Zonen bewirkt.
Die Situation der Kontamination hat sich bis heute nicht geändert. Obwohl es Wald, Felder, Häuser, Seen, Sumpf und Schlamm gibt.
Landschaft, wo alles radioaktiv ist, nichts verändert sich.
Ich habe mich seit 2014 in diese Zone begeben. Ich habe Landschaftsbilder ohne Menschen gemacht. Ich habe nur Äste, Blätter und Erde aufgenommen, die total verseucht sind.

Das ohrenhoch-Manifest SOUNDAKTIVISMUS ist im ‚ohrenhoch‘ an die Wand gepinnt und als Flyer erhältlich.

ohrenhoch der Geräuschladen
Weichselstr. 49
12045 Berlin – Neukölln

http://www.ohrenhoch.org

Neue Website ‘kompakt’ ohrenhoch:
http://www.ohrenhoch.berlin

U7 Rathaus Neukölln | U8 Hermannplatz | Bus M41 Fuldastr.

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