Mitte in der Pampa @ Cottbusser Platz

SiegessaeuleReenactment
Links: Reenactment für das Szenenband der Säule (Foto: Martin Eggenfellner, 2017) Mitte: Entwurf, aufblasbare Säule, 2017 Rechts: Säulenstürz in Paris, 1871

Mitte in der Pampa

Samstag 8. April, 16 – 17:30 Uhr

Aufrichten und Stürzen der Siegessäule in Zusammenarbeit mit dem Melanchthon Gymnasium und dem Jugendclub U5 am Place Internationale (Grünfläche am U-Bhf. Cottbusser Platz, Ausgang Auerbacher Ring)

Am 13. April eröffnet die IGA Berlin 2017. Fünf Tage zuvor eröffnet die nGbK gleich nebenan die Saison auf dem Place Internationale – dem künstlerischen Aktionsfeld des Kunstprojektes Mitte in der Pampa auf der Grünfläche am U5-Bhf. Cottbusser Platz. Hier und an anderen Orten entlang der U-Bahnlinie 5 werden seit September 2016 die Begriffe ›International‹, ›Garten‹ und ›Ausstellung‹ aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht und hinterfragt.

Die Namensgebung Place Internationale geschah in Anlehnung an ein historisches Ereignis: Am 16. Mai 1871 wurde auf dem Platz Vendôme in Paris die Siegessäule Napoleons durch die Kommunarden gestürzt. Der Maler Gustave Courbet hatte den Denkmalsturz während der aufständischen Zeit der Pariser Commune maßgeblich initiiert. Der Platz wurde feierlich in »Place Internationale« umgetauft: Paris erlebte eine Revolution der Stadt.

Der Place Internationale in Hellersdorf wird mit einer künstlerischen Rekonstruktion der Siegessäule markiert. In den vergangenen Monaten wurde das Thema der Vendome Säule in unterschiedlicher Form zeichnerisch, malerisch, philosophisch, skulptural, performativ und theatralisch in künstlerischen Workshops mit dem Titel »Teilhabe und Governance« erarbeitet. Gemeinsam mit jungen Menschen und Erzieher_innen aus dem benachbarten Jugendclub U5 und mit Schüler_innen der Klassen 8a und 8b des Melanchthon-Gymnasiums entstanden verschiedene Ansätze, die zur Gestaltung der Säule und des Sockels führten. Sie beschäftigten sich mit dem französischem Maler Gustave Courbet, Kommunen, Revolution, Individuum, Staat und Gemeinschaft. Ihr Farbkonzept für den Sockel basiert auf den unterschiedlichen Farbnuancen menschlicher Haut. Für das Szenenband der Säule haben sich die Schüler_innen fotografisch inszeniert. [Mehr hier… ]
Konzept und Durchführung: Valeska Peschke und Zuzanna Skiba.

Auch am 8. April 2017:

16:30 Uhr, Place Internationale

Präsentation des künstlerische Projektes »Wildwuchs & Ordnung« von Ellen Nonnenmacher und Eva Randelzhofer

17:30 Uhr, station urbaner kulturen
(Auerbacher Ring 41, Eingang Kastanienboulevard, neben Lebenshilfe e.V.)

Gesprächsrunde »Soziales Grün – International? Garten? Ausstellung?« mit Marco Claussen (Nomadisch Grün/Prinzessinnengärten), Frauke Hehl (Allmende Kontor), Marco Alexander Hosemann („Recht auf Stadt“ Hamburg), Karin Scheel (Galerie M)

Save-the-Dates:

Mittwoch 26. April um 14 Uhr
station urbaner Kulturen: Eröffnung der Ausstellung »Je suis Gustave«.
Rede von Zuzanna Skiba und Führung durch die Ausstellung mit der Kunst-AG der Klasse 8a und 8b des Melanchthon Gymnasiums.

Mittwoch 3. Mai 2017 um 14 Uhr
Melanchthon Gymnasium (Innenhof, Adele-Sandrock-Straße 75): Performance »Säule tragen« mit Valeska Peschke und den Schülern der Kunst-AG

Mitte in der Pampa ist der Titel des internationalen offenen Kunstwettbewerbs Kunst im Untergrund 2016/17. Er stellt zwischen Hauptbahnhof und Hellersdorf räumlich, sozial und politisch die Frage, wie in der ›Mitte‹ Entscheidungen gefällt werden, die sich in der ›Pampa‹ auswirken. [Mehr hier… ]

Bis 15.4. in der station urbaner kulturen zu sehen:
»Die Haut von Hellersdorf (Teil 1)« von Diana Lucas-Drogan
Do–Sa 15–19 Uhr

Dauerhaft zu sehen:
»Namibia Today« von Laura Horelli, Bahnsteig U5 Schillingstraße
»Laboratorium der Solidarität« von Saskia Köbschall & Claude Gomis, Fußgängerbrücken U5 Kaulsdorf-Nord
»A Migrant’s Journey« von Elizabeth Wood, Bahnsteig U5 Cottbusser Platz

Lageplan_PlaceInternational.jpeg

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