Zine Launch @ alpha nova-kulturwerkstatt & galerie futura

Resonanzflächen

Zine Launch Resonanzflächen

und moderiertes Gespräch mit Jennifer Jordan und Marie Luise Birkholz
im Rahmen der Ausstellung „OTON“ von Jennifer Jordan.

Donnerstag, 20. April 2017, 19 Uhr

Das Symposium Resonanzflächen fand am 23. und 24. Oktober 2015 in Kooperation mit der alpha nova & galerie futura statt. Eine Gruppe von KünstlerInnnen, StadtethnologInnen, RaumforscherInnen, PhilosophInnen, ArchitektInnen und Urban DesignerInnen versammelten sich zum Gespräch, um über die Materialitäten des Stadtraumes und ihre Wahrnehmungen zu sprechen. Inwiefern werden Holzverkleidungen eines Haus Ungarn oder der mit Teflon beschichtete Belag unter dem Fernsehturm verschieden wahrgenommen und affizieren unsere Stimmungslagen und andere Empfindungsebenen? Wie kann politisch, kritisch und künstlerisch-wissenschaftlich über die gebaute Umwelt und ihre Vielzahl an Bedeutungshorizonten gesprochen und letztendlich auch geschrieben werden? Diese Ausgangsfragen des Symposiums Resonanzflächen münden nun in einer schlanken Publikation, die das Weiterdenken des Erlebten und Gesagten ermöglichen soll. Mit diesem Heft wird ein Einblick in die Vielzahl der Metaphern, Zugänge und Perspektiven gegeben, die sich beim Sprechen über Material ergaben.

Die Auseinandersetzung mit Materialitäten ist auch Jordans Arbeiten inhärent. Eben diese diversen Blickwinkel des Resonanzflächen- Symposiums werden mit den skulpturalen Arbeitsprozessen der Künstlerin in Verbindung gebracht.

Jennifer Jordan verbindet in OTON großformatige Papprollen mit taschenartig genähten Stoffkörpern. Sie entnimmt den einstigen Verpackungsrollen typografische Aufdrucke, übersetzt diese Buchstaben in Linoldrucke, die sich dann auf Stoffbahnen und Wandreliefs wiederfinden. Das sich das typografische O wiederfindet beim Durchblicken dieser Rollen ist nur eine von vielen Beziehungen. Jordans Arbeiten relativieren das Verhältnis von Boden, Wänden und Decken. Es sind die schwebenden, farbigen Volumen, die die Raumproportionen bestimmen und nicht mehr der Raum, der eine vermeintliche Anordnung festlegt. Letztendlich lässt OTON an das Ursprüngliche denken, nicht nur in einem ausschließlichen Sinne von Tönen und Klängen. Es sind vielmehr die skulpturalen Grundfragen um Spannung und Schwerkraft, die in direktem Sinne schwebend verhandelt und sich fast spielerisch zu eigen gemacht werden.

alpha nova-kulturwerkstatt & galerie futura
Weibliche Visionen in Kultur Politik und Kunst e.V.
Am Flutgraben 3
12435 Berlin

Ausstellung noch bis 06.05.2017| Mi. – Sa., 16 – 19 Uhr

http://www.alpha-nova-kulturwerkstatt.de  | [Stadtplanlink… ]

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