Berlin Exhibition Project: The Pacific Wall @ >top Schillerpalais

KluftCarriz-Plain
Photo by Ikluft – Own work, GFDL

Im März 2017 reisen Studenten des San Francisco Art Institute nach Berlin und treffen sich dort mit Studenten der Bauhaus Universität Weimar. Sie entwickeln zusammen eine Ausstellung für den >top Schillerpalais Projektraum. Diese Ausstellung wird begleitet von einem Abend experimenteller Interaktionen im Studio von ACUD.

The Pacific Wall. Artistic strategies between Bauhaus and Silicon Valley

Vernissage: Freitag 24. März 2017, 19 – 23 Uhr

Nach der anhaltenden Expansion gen Westen brach die Flutwelle der europäischen Moderne an der „Pazifischen Mauer“ (Lyotard) und kehrte als die gebrochene Postmoderne einer computergesteuerten Gesellschaft zurück. Heute markieren die „disruptiven“ Technologien von Silicon Valley das jüngste Ergebnis dieser gebrochenen Welle, die uns als Bewohner einer Welt zurücklässt, die so grundsätzlich computerisiert ist, daß manche sie als „post-digital“ bezeichnen. Während die politische Gestaltung dieser Welt gerade neu ausgehandelt wird, scheint für manche die Antwort auf ihre Komplexität der Bau neuer Mauern zu sein.

In diesem Zusammenhang wollen Studenten zweier Universitäten angesichts deren eigener geographischer Lage und Geschichte die Moderne und deren Störung (Disruption) über eigene künstlerische Strategien wiederspiegeln. Beide Arbeitsgruppen arbeiten in einer Stadt zusammen, deren Mauer kürzlich gefallen ist.

So verwandeln sie den >top Schillerpalais Projektraum in ein Labor für Kunst und Technologie, einem Ort sowohl herkömmlicher künstlerischer Praxis als auch dessen post-digitalen Updates. Das Ergebnis ihrer Arbeit wird an diesem Abend und am Samstag, 25. März vorgestellt.

Am Mittwoch, 22. März 2017  besucht das Projekt das Studio von ACUD macht neu!

Ein Abend mit experimentellen Interaktionen der KünstlerInnen
Jörg Brinkmann, Theresa Schubert, and Lioudmila Voropai. [Info… ]

Weitere Informationen [hier… ]

top e.V. Schillerpalais
Schillerpromenade 4
12049 Berlin

(noch einmal geöffnet am Samstag, den 25. März 2017,  – wird hier demnächst  bekannt gegeben – )

http://www.top-ev.de/ | Bauhaus Universität WeimarSan Francisco Art Institute | [Stadtplanlink… ]

Albert Raven @ ohrenhoch der Geräuschladen

AlbertRaven

Whispering Wall Unit | Albert Raven

An den Sonntagen 19. und 26. März 2017, 14 – 21 Uhr

 ‚Ich Weiss Nicht (I Don’t Know)‘
(2016) Audioinstallation, 8 min. in loop
by Albert Raven (Netherlands, Berlin)

Ich betrachte Zweifel nicht als Abwesenheit von Wissen, sondern eher als eine andere Art von Wissen; ein Nicht-Wissen, eine Vorphase des Wissens, oder vielleicht sogar ein Multi-Wissen (schließlich hat es eine Menge noch unbekannten Wissens in sich). Es ist eine liminale Phase, die man nicht fürchten oder so schnell wie möglich mit bestimmtem Wissen füllen sollte. Vielmehr kann man diese nutzen, um weiter zu kommen, irgendwohin zu geraten, wohin man nicht gekommen wäre, wenn man nur gewusst hätte, statt nicht-gewusst. (A.R.)

‚Deduction (Deduktion)‘
(2014) Audioinstallation. Stück für zwei Violinisten und Flüsterwand, 7:55 min. Loop
von Albert Raven

Eine Geige ist ein sehr spezifisches Instrument. Jede Geige ist anders, jeder Ton verschieden. Oft hat eine Geige ein oder mehrere Töne, die schlecht klingen oder nur mit sehr viel Mühe gut klingen: sogenannte Wolfstöne. Jeder Violinist hat eine persönliche Beziehung zu seiner Geige und zu jedem Ton: manche Töne werden sehr geliebt, manche aber auch gehasst. Das Stück Deduction besteht aus nur einem Ton. Dieser wird von zwei Violinisten gespielt und ist dabei der absolute Favorit des einen, wird aber von dem anderen zutiefst gehasst. (A.R.)

Die Flüsterwand (Whispering Wall) ist ein Kollektiv individueller, interaktiver, über das Internet miteinander verbundener Audio-Module, die auf meine – in einer virtuellen Cloud gespeicherten – Audio-Kunstwerke zugreifen. Jede einzelne Flüsterwand kreiert damit ihr eigenes, spezifisches Werk. Die FLÜSTERWAND ist eine globale Internet-der-Dinge Audio-Kunstinstallation.

Audio Field Report no.60 / Soundaktivismus 39:
Interview mit Albert Raven von Knut Remond. Limitierte Auflage Audio-Kassette, 8 Stück nummeriert. Erhältlich bei ‚ohrenhoch, der Geräuschladen‘ (und zu hören auf Kopfhörer im ohrenhoch-Archiv).

Albert Raven
In meiner Arbeit geht es um Veränderung und den Widerstand gegen Veränderung, folglich um Zeit. Von der Überzeugung angetrieben, dass das, was wir ‘Zeit’ nennen, nicht existiert, erforsche ich diese Welt-ohne-Zeit. Einerseits aus der Perspektive des Klanges – durch mein Flüsterwand-Projekt (Klangwerke, die von einem Anzahl von kleinen interaktiven, durch Internet verbunden Geräten erzeugt werden). Anderseits aus der Sicht des Bildes – durch meine Fotografien.

Das ohrenhoch-Manifest SOUNDAKTIVISMUS ist im ‚ohrenhoch‘ an die Wand gepinnt und als Flyer erhältlich.

ohrenhoch der Geräuschladen
Weichselstr. 49
12045 Berlin – Neukölln

http://www.ohrenhoch.org | http://albertraven.de/

Neue Website ‘kompakt’ ohrenhoch:
http://www.ohrenhoch.berlin

U7 Rathaus Neukölln | U8 Hermannplatz | Bus M41 Fuldastr.

Like This!

Ivan Seal @ Sonntag

IvanSeal@Sonntag

Anchor City

Sonntag presents Ivan Seal!

Sonntag 19. Februar 2017, 14 – 18 Uhr

Ivan’s favorite cake, Cherry Bakewell Tart, will be served with tea and coffee

„Please no party people, my neighboors are still nice with me.“

On a monthly basis, Sonntag gives an individual artist a platform to share not only their work, but also their memories and experiences. This is done on two levels. Firstly, the artist exhibits a project in a private apartment. This allows the viewers to connect and speak to the artist in a friendly environment. Secondly, the artist’s favorite cake, which is naturally infused with memories of their life experiences, is shared with the viewers. The cake is the point of collaboration between the invited artist, April Gertler and Adrian Schiesser. Through this social experience an exchange happens which creates a connection between the artist and the Viewers

Sonntag
Wühlischstr. 34 11
10245 Berlin-Friedrichshain

U5 Samariterstraße | U1 + S Warschauer Straße | M10, M13, 21 Wühlischstraße

http://sonntagberlin.tumblr.com/  | http://ivanseal.com/

[Stadtplanlink… ] (Open Street Map}

Like This!

Performance: Gustavo Sumpta @ rosalux

GustavoSumpta

Gustavo Sumpta

Performance: „Lampenstaub / Lamp dust“ (O pó de lâmpada, 2015)

Samstag 18. März 2017, 19:30 Uhr

Die Wiederholung einer einfachen und effektiven Geste, die uns verändert. Ein kleines Fragment aus dem Alltag, dessen Offenbarung uns in einen Abgrund der Kontemplation drängt, in dem Zeit und Raum außer Kraft gesetzt sind.

Im Rahmen der Einzelausstellung „Die Zunge an den Gaumen nähen“
kuratiert von Tiny Domingos

rosalux
Wriezener Straße 12
13359 Berlin-Wedding

25. 02. – 25. 03. 2017 | Mi. – Sa. 14 – 18 Uhr and by appointment

Tram M13, 50 Grüntaler Straße | S Bornholmer Straße | U 8 Pank- /Osloer Straße

http://rosalux.com/ |  [view on map]

Oliver Möst @ super bien!

TablotiaElegans

Talbotia Elegans – eine fotografische Installation by Oliver Möst

Eröffnung: Freitag 17. März 2017, 19 Uhr

Artist talk: Sonntag 2. April 2017, 16 Uhr
„Über das Verschwinden“

„Als ich im März 2016 anfing mit dem Herbarium zu arbeiten, das von Götz Träber Mitte der 1950er Jahre angelegt wurde, habe ich nicht über eine mögliche Ausstellung nachgedacht – für mich war es eine logische Fortsetzung meiner Arbeit fade out von 2012. Diese Kombination von Gewächshaus und Herbarium – von dem Entstehen und dem Verschwinden der Pflanzenbilder durch das Sonnenlicht – das ist eine wunderbare Verknüpfung.“ Oliver Möst

Im Gewächshaus, gewöhnlich ein Ort um Pflanzen zu kultivieren, zeigt der Fotograf Oliver Möst Lichtzeichnungen aus der Serie „Talbotia Elegans“. Zu sehen sind Bilder von gepressten Pflanzen aus einem Herbarium, durch die Belichtung mit Sonnenlicht ist eine Art „Photogene Zeichnung“ entstanden. Dabei werden die Abbildungen nicht fixiert und das Sonnenlicht lässt diese Bilder während der Ausstellungslaufzeit wieder verschwinden, denn das Papier wird stetig dunkler. So verschwinden die zarten „Photogramme“ des Herbariums durch den gleichen Prozess durch den sie entstanden sind – das Belichten mit Sonnenlicht. Die Lichtzeichnungen von Talbotia Elegans spielen dabei in vielfältiger Weise mit den Erwartungen des Betrachters. Möst wird immer wieder neue Lichtzeichnungen hinzufügen, so dass eine sinnliche räumliche Komposition entsteht, in der Entstehen und Vergehen direkt nebeneinander zu beobachten sind.

Genau dieser Prozess des wieder Verschwindens – zumeist ein blinder Fleck in der allgemeinen phänomenologischen Betrachtung der Photographie – interessiert Möst in seiner hier gezeigten Arbeit. Er richtet unseren Blick auf die tiefer liegende Ebene von der Vergänglichkeit künstlerischer Arbeiten. Dabei dient das Gewächshaus als Wahrnehmungsmembran – der Pflanzenbilder, deren Verschwinden und unsere Gewohnheiten und Erwartungen beim Betrachten von Bildern.

So fügt sich die Arbeit „Talbotia Elegans“ mit ihren Fragen nach Werten und Wahrnehmungsprozessen in die Themenwelt von Oliver Möst und seinem spielerischen Umgang mit unseren Sehgewohnheiten ein. Die Möglichkeiten der Zuordnung von Erlebtem in verschiedene zeitliche Dimensionen ist dabei ein starkes Motiv seines künstlerischen Handelns, ebenso der Wechsel vom Abbild konkreter, erkennbarer Welt in einen Prozess der Veränderung, dem gleichzeitigen Verlust und Gewinn von persönlicher Referenz. (Der Titel „Talbotia Elegans“ bezieht sich auf den Namen einer Pflanze, die nach dem Erfinder der Photogenen Zeichnung (1839) William Henry Fox Talbot benannt wurde.)  https://www.olivermoest.com/

Related to Nature | 17.03. – 07.12.2017 eine fünfteilige Ausstellungsserie bei super bien!

„Talbotia Elegans“ von Oliver Möst ist die erste Installation einer fünfteiligen Serie, die unter dem Titel „Related to Nature“ bei super bien! gewächshaus für zeitgenössische kunst 2017 zu sehen ist. Fünf verschiedene Künstler verhandeln in ihren Beiträgen Prozesse des Wachsens und Vergehens, klimatische Bedingungen, das Funktionieren von komplexen (ökologischen) Systemen, Pflanzen und ihre Einzigartigkeit in Farbe und Form, biologische Grundlagen des Lebens, das soziale und ökologische Gefüge im städtebaulichem Kontext, Wahrnehmung als partizipativen Prozess. Die gezeigte Kunst wird nie allein wahrgenommen werden, sondern immer in ihrer „grünen“ Umgebung, unter dem Einfluss der jeweiligen Wetterbedingungen, der Tageszeit und der entsprechenden Lichtsituation, dem Wandel der jahreszeitlichen Wechsel der Vegetationsperioden.

Die komplexe und ambivalente Beziehung von Mensch und Natur wird exemplarisch in vielen einzelnen Akzenten für den Besucher über die Installationen erlebbar. Der Wolkenzug inszeniert eine eigene Dramaturgie von Licht und Schatten, die sich der Kontrolle des Künstlers entzieht. Der Wechsel vom Tag zur Nachtsituation macht diese Veränderung besonders deutlich, wie auch die zeitliche Dimension deutlich zu spüren ist.

super bien! – gewächshaus für zeitgenössische kunstist ein künstlerischer Projektraum, konstruiert aus einem gewöhnlichen Gewächshaus, gelegen in einem ruhigem Hinterhof in Berlins wichtigem Galeriebezirk Mitte-Nord. Künstler werden eingeladen, um eigens für den Raum geschaffene Installationen zu entwickeln und zu realisieren. Das Gewächshaus funktioniert als transparentes Labor, das Identitätsmodelle komplexer Systeme verhandelt. Klimatische Bedingungen spielen eine Rolle, wie überhaupt das Außen und Innen in einer immer wieder neu zu deutenden Beziehung stehen. Das Gewächshaus schafft einen Ort, einen Platz zum Sein: eine lange Holzbank lädt zum verweilen ein, die Kunst ist 24 Stunden einsehbar. Das Haus selbst fungiert als Skulptur im öffenlichem Raum, das als Zeichen funktioniert und mit seiner Umgebung kommuniziert.

super bien!
gewächshaus für zeitgenössische kunst
Schwedter Str. 232
10435 Berlin

(auf dem Gelände der Ateliergemeinschaft Milchhof e. V. | Kuratorische Leitung: Anne Katrin Stork)

17. 03. – 24. 04. 2017 | Die Installation ist jederzeit von außen zu sehen

http://www.superbien.de/ | https://www.olivermoest.com/

Burp Enterprise @ Liebig12

liebig12logoneu

Freitag 17. März 2017, 20 Uhr.

Roy Carroll: electro-acoustic media
JD Zazie: mix, players, turntable
http://roycarroll.com/
http://jdzazie.tumblr.com/
Liz Allbee: trumpet
Seiji Morimoto: electronics
Mat Pogo: vocal
http://lizallbee.net/wp/
http://www.seijimorimoto.com/

.

Sabrina Schieke @ Montagehalle

SabrinaSchieke

… IMMER WIEDER ETWAS ZU BESCHREIBEN, WAS SICH IM GRUNDE NICHT FASSEN LÄSST.

Vernissage: Freitag 17. März 2017, 19 Uhr

„… Aber er sah nichts. Über ihm war nichts als Himmel, ein hoher, nicht gerade klarer, aber unermeßlich hoher Himmel mit still und langsam dahinziehenden grauen Wolken.“
(Tolstoi, Lew: Krieg und Frieden, Erstes Buch, S. 352)

Tolstoi beschreibt in „ Krieg und Frieden“ diesen Himmel als unbestimmt. Das gerade ist es, was ihn besonders macht und auszeichnet. Ein schönes Bild der Loslösung von buchstäblicher Bezeichnung.
Ich meine keine Willkürlichkeit oder Beliebigkeit. Es besteht gerade eine Schwierigkeit darin, sehr genau zu sein, um etwas Allgemeines zu formulieren. Dieses sprachliche Bild des Himmels setzt eine Begrenzung, indem es gleichzeitig eine Öffnung beschreibt auf etwas unermeßliches.
Eine künstlerische Arbeit tut nichts anderes als genau einen solche Umrandung zu beschreiben. Einen Rahmen zu setzen auf etwas was über sich hinaus verweist. Etwas, was nur beschrieben werden kann, indem ich die Form offen halte. [Text: Sabrina Schieke]

MONTAGEHALLE
Malplaquetstraße 25
13347 Berlin-Wedding

17. – 29. 03. 2017

https://www.facebook.com/Montagehalle | http://www.sabrinaschieke.de/ |  [Stadtplanlink]

Like This!

Ute Lindner @ Akademie der Künste, Hanseatenweg 10

UteLindner2
Cyanotypien auf Leinenstoff, Foto: © Ute Lindner

Ute Lindner

Vernissage: Dienstag 14. März 2017, 19 Uhr

Eine zehnköpfige Jury wählte aus knapp 1000 Einreichungen die Münchner Installations-, Foto- und Collagekünstlerin Beate Passow als aktuelle Preisträgerin des Gabriele Münter Preis 2017 aus. Gemeinsam mit 18 weiteren hochkarätigen Kolleginnen (Zitat: Gabriele Münter Preis), die es in die Abschlussrunde schafften, sind Ute Lindners Arbeiten nun in der Akademie der Künste, Berlin zu sehen:

Ein Satz – With all the holes in you already, there’s no reason to define the outside environment as alien –, der als Leftover in einem Büroraum in einem Museum hing, gefiel mir und ich ließ den Satz immer weiter in viele verschiedene Sprachen übersetzen, bis er ganz verwildert war und noch abstruser endete, was sich wohl nur noch als Frage formulieren ließ: Offenbar geht es um die Leere, um die Notwendigkeit, noch einmal zu sprechen, in der Welt, die eine Fremde ist?
Diese nun vielfach gedrehten und gezwirbelten Sätze, vorrangig die deutschen und englischen, habe ich mit der Architektur der Akademie der Künste und ihren Spiegelungen in Bezug gesetzt und als Cyanotypien auf Leinenstoff realisiert. Übrigens habe ich nach langer Recherche herausgefunden, dass der gefundene Satz von Jenny Holzer stammte. (Text: Ute Lindner)

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin

http://www.utelindner.de/
http://www.adk.de/ |  http://www.gabrielemuenterpreis.de/

S Bellevue | U Hansaplatz | Bus 106