Ulu Braun @ rosalux

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Foto: Wetlands, Sketch1, Ulu Braun 2016

„Schlamm“ – Mixed Media Installation von Ulu Braun

Freitag 28. April 2017, 19 – 22 Uhr

„Unterwegs sah er einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. […] Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! […] Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.“ (Johannes, 9)

Eigens für die Ausstellung entstandene Reliefprojektionen, Videokollagen und Skulpturen werden in einer umfassenden Mixed Media Installation zum ersten Mal gezeigt. Die Ausstellung ist der Auftakt eines neuen Arbeitszyklus von Ulu Braun.
Ab dem 28. April wird eine große Schlammlawine die Räumlichkeiten des Projektraumes rosalux in der Weddinger Wriezener Straße überschwemmen und den White Cube in eine psychogrammatische Höhle verwandeln, in der das unstillbare Wissen- und Verstehenwollen und das blinde Gesetz des „Business as usual“ neutralisiert werden.

Ulu Braun (1976) ist ein deutscher bildender Künstler und Filmemacher. Seine Videokollagen und Filme bewegen sich an der Grenze zwischen zeitgenössischer Kunst und Autorenfilm. Letzte Ausstellungen in Berlin: Welcome to the Jungle, KW Institute for Contemporary Art, 2015; 12×12, Ulu Braun, Berlinische Galerie, 2015

rosalux
Wriezener Straße 12
13359 Berlin-Wedding

29. 04. – 19. 05. 2017 | Sa. 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung
Öffnungszeiten am Koloniewochenende:
Freitag, 28.04.: 19 – 22 Uhr | Samstag, 29.04.: 14 – 18 Uhr

Tram M13, 50 Grüntaler Straße | S Bornholmer Straße | U 8 Pankstr. /Osloer Str.

http://rosalux.com/ |  [view on map]

Petra Lottje @ Jarmuschek + Partner

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Foto: Michael Jungblut, © Petra Lottje

TIMECODE

Freitag 28. April 2017, 18 – 21 Uhr

„An unserer Sprache, unserer Rhetorik können wir feilen. Doch was der Rest des Körpers währenddessen tut, ist viel schwerer beeinflussbar. Gesten oder Bewegungen sind viel aussagekräftiger als Worte – allein in der menschlichen Mimik gibt es laut Forschungsergebnissen über 10.000 Mikroausdrücke. TIMECODE kommt ohne Worte aus.“ (Petra Lottje)

Petra Lottje zeigt eine sensible, spannungsreiche und intensive Nahaufnahme des kleinen, aber komplexen Kosmos Beziehung. Ohne durch Hintergründe, Dialoge oder Umgebungsbeschreibungen eine konkrete Erzählung zu gestalten, schafft diese Arbeit es, dem Zuschauer eine Essenz des menschlichen Miteinanders sichtbar zu machen, die berührt und uns zu bewegen vermag, über diese kleinste gesellschaftliche Einheit weit hinaus nachzudenken. Text: Galerie [Mehr hier… ]

Jarmuschek + Partner
Potsdamer Str. 81b
10785 Berlin

28. 04. – 06. 05. 2015

http://www.jarmuschek.de/

PLURAL SOLITUDE -Dialogues- @ HilbertRaum

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PLURAL SOLITUDE -Dialogues-

Eröffnung: Freitag 28. April 2017, 18 – 22 Uhr | Eintritt frei

Juan Arata | Lautaro Bianchi | Anne Braun | Jorge Chamorro | Eli Cornejo | Barbara Cousin.

“The Illusion of unity or oneness is created in man first, by the sensation of one physical body, by his name, which in normal cases always remains the same, and third, by a number of mechanical habits which are implanted in him by education or acquired by imitation. Having always the same physical sensations, hearing always the same name and noticing in himself the same habits and inclinations he had before, he believes himself to be always the same.” –P. Ouspensky

Man acts independently one from each other and fails to see the hidden strings of a biggest human organism. He misses to understand the patterns that shapes unity and believes he can act as an individual. But repetition reminds us about a common background that relates all mental states. What connects us?

Photographer Eli Cornejo will be showing works which address the subject of Plural Solitude, extending this concept to invited artists. The exhibition aims to find some of the human hidden connections through the dialogue of unconnected works and unrelated artists exploring similar ideas.

HilbertRaum
Reuterstr. 31
12047 Berlin

http://hilbertraum.org/

28. 04 – 07. 05. 2017 | Opening hours: Fr. 18 – 22 Uhr | Sat. + So. 14 – 19 Uhr

Alex Bodea | glue | Walden Kunstausstellungen @ Kunstpunkt

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RAUMOHNERAUM

3 Projekträume und -initiativen ohne Raum, präsentiert vom Netzwerk Freier Berliner Projekträume und -initiativen e.V. im KUNSTPUNKT BERLIN in Mitte im Rahmen des Gallery Weekend Berlin 2017.

Donnerstag 27. April 2017, 19 – 22 Uhr

Alex Bodea | glue | Walden Kunstausstellungen

mit Alex Bodea, Bram Bram, Katharina Siegel, Philipp Topolovac, Johannes Weiss, Frank Diersch, Marius D. Kettler, Karen Koltermann, Georg Polke und einer 

Performance durch Franz J. Hugo

Es sind die freien Projekträume und -initiativen, in denen ein Großteil dessen stattfindet, was heute international als zeitgenössisches Kunstgeschehen in Berlin wahrgenommen wird. Hier haben die prozessorientierten, partizipativen und diskursiven Formate ihren Ursprung. Mehr als 150 freie Projekträume und -initiativen gibt es in Berlin. Sie verlieren jedoch zunehmend durch Verdrängungsprozesse ihre Basis. So entstehen Projekträume ohne Raum. Anlässlich des Gallery Weekend in Berlin präsentiert das Netzwerk Freier Berliner Projekträume und -initiativen e.V. drei Projekträume ohne Raum.

Netzwerk Get-Together – offen für alle Neugierige:

Sonntag 30. April 2017, 16 – 20 Uhr mit  Info & Talk
Diashow 20 Jahre Walden Kunstausstellungen, live mit Ronald Gonko

Finissage: Sonntag, 14.05.2017, 16 – 20 Uhr mit einer
Performance von Der Stille Kommandeur aka HF Cotello

Alex Bodea
Die in Rumänien geborene, heute in Berlin arbeitende Alex Bodea, steht an der Kreuzung zwischen bildender Kunst, Dichtung und Journalismus. Gestärkt durch den Wunsch, dies zu beobachten und aufzuzeichnen, macht sie Gebrauch von der Sprache mittels Zeichnungen und Text, beides auf das Wesentliche beschränkt. Sie ist vor allem daran interessiert, Aspekte der Urbanität wie das alltägliche Leben auf der Straße, die Typologie von Passanten, das Theater, die Literatur- und Kunstszene in Berlin zu dokumentieren. http://www.alexbodea.work/

glue
Das GLUE wurde von dem Galeristen Asim Chughtai und dem Künstler DAG (Dag Przybilla) 2004 gegründet. Von Anfang an war der Name Programm: Künstler kommen zusammen – sie stellen aus, diskutieren, feiern. Das GLUE ist von Künstlern für Künstler
… aktuell stellt das GLUE 4 Künstler aus, die eine urbane Kultur und Lebensweise dieser Stadt jeweils auf eigene Art widerspiegeln … so spielt der holländische Künstler, der in Berlin lebt, Bram Braam mit Oberflächen, wie sie überall in der Stadt auftauchen … Philip Topolovac baut „Nester“, die wie urbane Parasitenbehausungen anmuten … während Johannes Weiss aus seiner Erfahrungswelt heraus eine eigene Designästhetik entwickelt hat und diese mit der Welt misst … Katharina Siegel verschlüsselt in Zeichnungen Gesehenes wie durch Filter, durch welche nur das Wesentliche zu dringen scheint. http://glueberlin.com/main/

Walden Kunstausstellungen
Reinhold Gottwald kuratiert Frank Diersch, Marius D. Kettler, Karen Koltermann und Georg Polke.
Die Projektgalerie gehörte mit einer kontinuierlichen Ausstellungstätigkeit von über 20 Jahren (1995–2015) an festen Ausstellungsorten zu den ältesten der Berliner Projektraumszene. Nach der Schließung der drei vorangegangenen Standorte (Kastanienallee, Potsdamer Straße, Hufelandstraße) können wieder temporär intensive Ausstellungsformate verwirklicht werden. Walden Kunstausstellungen versteht sich als „missing link“ zwischen Atelier, etablierter Galerie und den Institutionen.  http://www.galerie-walden.de/

KUNSTPUNKT BERLIN
Schlegelstrasse 6
10115 Berlin-Mitte

28. 04. – 01. 05. 2017 täglich von 14—21 Uhr (Gallery Weekend)
05. 05. – 14. 05. 2017 Freitag bis Sonntag von 16 – 20 Uhr (und nach Vereinbarung)

http://www.projektraeume-berlin.net/termin/ausstellung-raumohneraum/

„Pissing in a River“ @ Bar Babette

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„Pissing in a River“ –  26 Künstlerinnen

Mittwoch 26. April 2017, ab 20 Uhr, eingeladen von Andrea Pichl
 

Bettina Allamoda | Eva Berendes | Tina Born | Barbara Breitenfellner | Susanne Bürner | Annika Eriksson | Laura Horelli | Julia Horstmann | Dominique Hurth | Teresa Iten | Elin Jakobsdottir | Shila Khatami | Stephanie Kloss | Annette Kisling | Folke Köbberling | Julia Lazarus | Catherine Lorent | Antonia Low | Ulrike Mohr | Andrea Pichl | Annette Ruenzler | Heidi Sill | Barbara Trautmann | Petra Trenkel | Andrea Winkler | Ella Ziegler

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Kosmetiksalon Babette
Bar in der Karl-Marx-Allee 36
10178 Berlin

http://www.barbabette.com/

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Paul Rosero Contreras @ Import Projects

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Paul Rosero Contreras: SIERRA NEGRA

Vernissage: Mittwoch 26. April 2017, 19 – 22 Uhr

 

Der ecuadorianische Künstler Paul Rosero Contreras erforscht das Kontinuum zwischen der Repräsentation und Veränderung einer gegebenen Landschaft, als auch die Unterscheidung zwischen Neutralität und Rätsel. Durch Feldforschungen an Orten wie aktiven Vulkane im Galapagos-Archipel präsentiert er Perspektiven zu Evolution, Experimenten und Mutationen.

Kuratoren: Anja Henckel & Nadim Samman

19:00-19:30 Uhr
Der Künstler im Gespräch mit der Philosophin Dr. Dehlia Hannah (School for the Future of Innovation in Society, Arizona State / University of Copenhagen)

19:30-22:00 Uhr 
Vernissage und Party

Mit Sierra Negra präsentiert Paul Rosero Contreras eine Reihe von Installationen zu Konzepten über Lebensraum, Hybridökologie und Symbiose. In dieser Ausstellung wird durch ein historisch weit gespanntes Feld, von Architektur aus Zeiten der Sklaverei zu Aspekten der Entwicklung des Lebens im Meer, von Umweltwissenschaft zu Kohlenwasserstoffderivate, die biologische Umgebung erforscht.

In seiner ersten Einzelausstellung in Berlin stellt der Künstler eine Reihe von Hybridobjekten vor: Verstärkte Naturphänomene, die als ungeheuerliche Skulpturen geformt wurden und neue Lebensmöglichkeiten nach einer Umweltkatastrophe angeben; Auf Land- und Unterwasser-Feldaufnahmen, das unsichtbare Verändern in die greifbaren, neuen Organismen in Bezug auf die geologische Aktivität.

Sierra Negra besteht aus vier Installationen:

The origin of pink (Teil des Los Andes Pavilion) (2015) enthält Aufnahmen von aktiven Vulkanen entlang des Los Andes Gebirgszug und der Galapagos Inseln. Es konzentriert sich auf die Korrelation zwischen seismischer Aktivität und dem Aufstieg neuer Arten; Speziell auf das Geheimnis der Natur, verkörpert von Isabela Island’s Pink Iguana, der einzige Beweis für die alte Diversifizierung entlang der Galapagos Land Iguana Abstammung: eine lebendige Übergangsmorphologie.

Ensayo sobre la ceguera (Rolling and rolling) (2016) ist ein Vorschlag für ein künstliches Ozean-Riff. Basierend auf dem Recycling von Gummireifen, die von Stränden und Meeren in verschiedenen Ländern rund um den Globus geerntet werden, diskutiert dieses Projekt das marine Leben und den industriellen Abfall innerhalb eines mutierten Systems. (Teilweise in Auftrag gegeben von Thyssen-Bornemisza Art Contemporary)

Anticipation to an absence (2014) ist ein künstlich erzeugter lebender Wald, der aus der Mischung eines biologisch abbaubaren Plastikfaden und den in Agar wachsenden Lion-Mähnenpilzen (Hericium erinaceus) besteht. Dieses Stück verweist auf die Regionen im Amazonas-Dschungel, die wegen der Ölförderung verschwinden. Um dieses Hybridobjekt zu produzieren, wurde vom Künstler ein biologischer 3D-Drucker entwickelt.

Home, no home (2012) eine Synthese der Forschung über die Beziehung zwischen Mensch, Lebensraum und Ungerechtigkeit. Die Arbeit konzentriert sich auf das Leben und die Architektur, die von den Sklaven Europas und Amerikas gebaut wurde, und zwar durch eine skalierte Version eines typischen Hauses aus dem 17. Jahrhundert, das aus den Schaufeln von Gebäuden im Zusammenhang mit der Sklaverei in Bordeaux, Frankreich, dem damals am meisten aktiven europäischen Hafen gemacht wurde.

Paul Rosero Contreras arbeitet an der Interpretation von wissenschaftlichen Daten, spekulativem Realismus und fiktiven Erzählungen. Seine Arbeit erforscht Themen, die sich auf Geopolitik, Umweltfragen und die Beziehung zwischen Mensch und Lebensumfeld beziehen. Rosero erhielt einen Master in kognitiven Systemen und interaktiven Medien von Universitat Pompeu Fabra in Barcelona, Spanien, sowie ein MFA in Kunst und Technologie am California Institute of the Arts. Zu seinen bisherigen Studien gehören Philosophie, Literatur und Technologien der Kommunikation. Seine interdisziplinären Interessen beinhalten Fotografie, experimentelle Klangmaterialentwicklung und audiovisuelle Aufführung. Seine Arbeit wurde weltweit als Teil der Moskauer Biennale für junge Kunst, Russland, Musee Quai Branly, Paris – Frankreich, Instituto Cervantes, Roma – Italien, Museo de Historia, Zaragoza – Spanien, Galeria Virgilio, Sao Paulo – Brasilien, Cuenca Biennale, Ecuador, 1. Antarktische Biennale, SIGGRAPH 17 Los Angeles, unter anderem. [http://paulrosero.com/ ]

Delia Hannah Ph.D ist Gastprofessorin für Kunstwissenschaften Zusammenarbeit in der Schule für die Zukunft der Innovation in der Gesellschaft an der Arizona State University und Gastforscherin an der Universität Kopenhagen. Sie erhielt ihr Doktorat in Philosophie von der Columbia University im Mai 2013 mit Spezialisierungen in der Philosophie der Wissenschaft und der ästhetischen Theorie. Ihr aktuelles Forschungsprojekt mit dem Titel Performative Experiments artikuliert die philosophischen Implikationen eines aufkommenden Genres zeitgenössischen Kunstwerks, das in Form von wissenschaftlichen Experimenten stattfindet und wissenschaftliche Methoden und Materialien als neue Medien entfaltet. Sie führt derzeit das Transmedia Gedanken Experiment A Year Without a Winter (2015-18). [http://ayearwithoutawinter.org/ ] (Alle Texte: Import Projects)

 

Import Projects
Keithstraße 10 (Vorderhaus)
10787 Berlin – Charlottenburg

27. 04. – 25. 05. 2017

http://import-projects.org/

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Ivana Franke @ Schering Stiftung

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Image: © Ivana Franke

Ivana Franke: Retreat into Darkness. Towards a Phenomenology of the Unknown

Eröffnung: Mittwoch 26. April 2017, 18 – 21 Uhr

The project Retreat into Darkness. Towards a Phenomenology of the Unknown by Ivana Franke investigates the limits of our perception.

“The peculiar property of the pure spirit is seeing, not knowing.” (Justinus Kerner)

Do we only see what we know? What can dislocate us from our comfortable, predefinded point of view and challenge our gaze on the world?

With her new installation, Ivana Franke takes us into a visual and bodily experience able to break our preconceived idea of reality, lending it other dimensions that are decidedly fictive, imaginary, and cosmic. Creating “epistemological ruptures”, those experiences give us the capacity to imagine, to challenge existing common modes of knowledge, and to create room for different possible futures.

The project includes an exhibition curated by Elena Agudio, a symposium, and a publication, along with a series of experiments on the experience of seeing the unknown, conducted by the artist in collaboration with the vision scientist Bilge Sayim.

Further events:

Symposium “Towards a Phenomenology of the Unknown” in cooperation with SAVVY Contemporary
June 27, 2017, 11 a.m.–6 p.m.

Schering Stiftung/silent green Kuppelhalle
Registration at anmeldung@scheringstiftung.de.
The Schering Stiftung is partner of the Long Night of the Sciences 2017.

Lange Nacht der Wissenschaften
June 24, 2017, 5–12 p.m.
Schering Stiftung
Lectures, artist talk, guided exhibition tours
With: Elena Agudio, Ivana Franke, Anil Seth, Philipp Sterzer, Melanie Wilke et al.
Tickets: www.langenachtderwissenschaften.de

Schering Stiftung
Unter den Linden 32–34
10117 Berlin

27.04. – 16.07. 2017 | | Do. – Mo 13 – 19 Uhr (außer 24. Juni: 13 – 17 Uhr)
Free admission

http://www.scheringstiftung.de/